Samstag, 21. April 2018


Wir haben schon die Version für 2 Spieler gespielt und fanden sie sehr unterhaltsam. Jetzt haben wir auch die  Brettspiel-Version ausprobiert. Beide Spiele nutzen den gleichen Spielmechanismus mit Karten, diese Version ist aber deutlich komplexer und eignet sich für bis zu 4 Spieler, die Spieldynamik ist auch anders.





SPIELREGELN KURZGEFASST

Auf einem großen Spielfeld gibt es in der Mitte einen Kreis, in dem alle Spielfiguren (5 pro Spieler) starten. Von dem Zentrum aus führen 5 Wegezu den 5 Städten (Lost Cities). Jede Stadt hat eine andere Farbe. Die Spieler schicken Expeditionen, die zu den Städten führen. Auf dem Weg sammelt man auch unterschiedliche Vorteile (zusätzliche Punkte, zusätzliche Bewegungen oder Artefakte).

Wie kommt man mit der Spielfigur nach vorne? Lost Cities ist eigentlich ein Kartenspiel. Es gibt Karten mit Werten von 0 bis 10 in jeder der 5 Farben (eine andere Farbe für jedes Stadt). Jeder Spieler hat immer 8 Karten auf der Hand und legt vor sich die Karten in 5 Reihen aus (eine Reihe pro Farbe). Jedes Mal, wenn der Spieler eine Karte legt, bewegt er eine eigene Spielfigur auf dem entsprechenden Weg nach vorne. Man darf aber zu einer Karte nur Karten dazu legen, die den gleichen oder höheren Wert haben - man sollte also nicht zu früh zu hohe Kartenwerte auslegen.



Man spielt 3 Runden (es gibt jedoch eine Kurzversion mit nur einer Runde). Nach jeder Runde schaut man, wie weit jeder Spieler in jeder Expedition gekommen ist und verteilt dementsprechend Punkte. Ganz am Ende bekommt man zusätzliche Punkte je nach Anzahl der Artefakte, die man in den drei Runden gesammelt hat.

MEINE BEWERTUNG

(+) die Spielregeln sind leicht zu verstehen und zu erlernen

(+) das Spiel dauert zwar ziemlich lange (bei uns über 1 Stunde), aber es ist ziemlich kurzweilig, weil man keine extrem lange Wartezeiten hat - es gibt keine sehr anspruchsvollen strategische Überlegungen, die das Spiel sehr verlangsamen würden

(+) trotzdem ist hier taktisches Denken angesagt - manchmal macht es Sinn doch eine höhere Karte auszulegen um vor dem Gegenspieler sich ein Artefakt zu schnappen etc



(+) in jedem Spiel werden die Vorteilsplätzchen und Artefakte neu nach dem Zufallsprinzip ausgelegt. Jedes Spiel ist also ein wenig anders - manchmal lohnt sich ein Weg besonders

(o) ziemlich große Glücksabhängigkeit, wie bei jedem Kartenspiel. Manchmal hat man einfach schlechte Karten und kann nichts Sinnvolles machen. Das kann zu leichter Frustration führen, aber man muss immer bedenken, dass jeder andere Spieler auch genauso viel Glück / Pech haben kann...

(+) ziemlich einfache Punkteberechnung (im Vergleich zu der "Duell" - Variante)

(-) das größte Manko vom Spiel ist, dass manche Farben sehr ähnlich erscheinen (blau - grün und violett - rot) und uns ab und zu passiert ist, dass wir Farben vertauscht haben. Es ist ärgerlich, wenn man beim Auslegen merkt, dass man eigentlich eine grüne "5" hat und nicht eine blaue. Noch ärgerlicher ist es, wenn man es nicht merkt, die Karte auslegt und es erst 5 Runden später zufällig sieht (ist uns tatsächlich passiert)...






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Wilkommen

Wir sind zwei Erwachsene, die sehr oft Brettspiele spielen und gerne neue Titel ausprobieren. Wir mögen vor allem anspruchsvolle Spiele, die man gut zu zweit spielen kann. Unser Nachwuchsspieler ist 6 Jahre alt und lässt sich langsam auch für Brettspiele begeistern.

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