Samstag, 10. Dezember 2016

"Krosmaster Arena 2.0" ist keine Erweiterung, sondern ein komplettes Spiel mit aktualisiertem Regelwerk, exklusiven Figuren und Spielplänen. Deswegen ist es sowohl für Neueinsteiger als auch für alte Fans / Sammler interessant. Ich gehör(t)e zu der ersten Gruppe und nachdem ich es kennengelernt habe kann ich es sehr empfehlen.



Kurzgefasst: es handelt sich hier um ein sehr komplexes Strategiespiel, in dem es ums Kämpfen geht. In einer Partie, die ca. 45 Minuten dauert, versucht man mit eigenen Figuren das gegnerische Team durch Schlagen/Zaubern zu eliminieren. Ein bisschen wie Schach, nur die Figuren sind sehr einzigartig und können sich auf sehr spezifische Weisen bewegen und attackieren.

Der Erfolg liegt vor allem in der richtigen Strategie, ist aber gewissermaßen auch glücksabhängig. Die Regeln sind ziemlich kompliziert, aber dadurch entsteht ein anspruchsvolles, spannendes Spiel, bei dem jede Partei anders ist. Wer genau solche Spiele mag, wird hier viel Spaß haben. Der Preis von 60€ kann für einige Interessenten etwas hoch sein, er ist aber gerechtfertigt, weil es sehr viel Spielmaterial gibt und das in sehr guter Qualität.





Das war mein Fazit. Jetzt möchte ich mehr in die Details gehen:

(+) sehr komplexes Brettspiel, bei dem man bei jedem Spiel eine andere Taktik entwickeln kann

(o) zu gewissem Grad glücksabhängig. Wenn man attackiert, muss man meistens würfeln um den Schaden zu bestimmen. Der Gegner würfelt auch beim Versuch sich zu wehren. Das macht das Spiel etwas spannender und vielleicht realistischer, ich mag es aber mehr, wenn solche Strategiespiele so wenig glücksabhängig sind wie möglich. Die Glücksabhängigkeit hält sich hier aber noch in Grenzen und es ist noch kein Minuspunkt für mich

(+) Ziel des Spiels ist eigentlich nicht das komplette Eliminieren der Gegner, sondern der letzte Spieler zu sein, der noch Gewinngroschen (=Punktemarken) besitzt. Man bekommt sie vor allem durch das Besiegen gegnerischer Figuren, aber auch auf andere Weisen. Es macht das Spiel etwas abwechslungsreicher.


(-) flache Lernkurve, lange Einarbeitungszeit. Es dauert ziemlich lange, bis man komplett frei spielen kann, ohne dass man bei jedem Zug drei mal in die Anleitung schauen muss

(+) es gibt ein tolles Tutorial in der Anleitung! Etwas ähnliches habe ich bei Andor gesehen. In mehreren Schritten werden neue Regeln nach und nach erklärt. Nachdem eine neue Regel eingeführt wird, probiert man sie in der Praxis aus - ein Blatt in der Anleitung dient dann als Spielfeld und man spielt ein kurzes Szenario durch. Bei uns hat es in Summe ca. 6 Stunden gedauert, bis wir alle Tutorial-Spiele in Ruhe durchgespielt haben. Man kann es aber nicht als reine Lernzeit rechnen - wir haben dabei tatsächlich viele kleine Runden gespielt und Spaß gehabt

(+) die Regeln in sich sind sehr durchdacht, alles passt gut zusammen. Man darf hier nicht vergessen, dass es sich um eine 2.0 Version handelt. Seitdem die erste Version rausgekommen und sehr populär geworden ist, haben sich die Regeln weiterentwickelt bis sie die jetzige Form erreicht haben

(+) sehr dynamisches Spiel - man muss zwar sehr viel planen und überlegen, aber es gibt so viele Wege, die der Gegner einschlagen kann, dass das Spiel sich oft anders entwickelt, als man geplant hatte

(+) sehr spannend - schließlich ist es kein Monopoly oder Die Siedler, in dem man dem Gegner ziemlich passiv Schaden einrichten kann. Nein - hier geht es darum den Gegner platt zu machen. Das kann unter Umständen ein sehr emotionales Spiel werden ;) Man sollte also eins beachten:

(o) Da es in dem Spiel prinzipiell ums Kämpfen geht muss man bereit sein aggressiv zu spielen, was nicht jedem leicht fällt. Ich zum Beispiel mag eher Aufbauspiele (wie Istanbul, Kingdom Builder, Targi) und eher wenig mit den Mitspielern interagieren. Hier baut nicht jeder für sich sein Reich, sondern man muss aktiv gegen den Gegner agieren und ich fand den Gedanken irgendwie unangenehm, dass man so aggressiv spielen muss um zu gewinnen. Trotzdem wollte ich das Spiel unbedingt probieren und ich freue mich, dass ich aus meiner Komfortzone raus bin - ich finde das Spiel toll! (eigentlich wollte mein Mann das Spiel unbedingt probieren und ich habe mitgemacht...)

(+) sehr gut zu zweit spielbar. Jeder Spieler hat ein Team von vier eigenen Figuren, die er kontrolliert

(+) auch zu viert spielbar. In dem Fall gibt es auch zwei Teams je 4 Figuren. Jeder Spieler kontrolliert dann 2 Figuren

(+) visuell sehr ansprechend

(+) sehr schönes Spielmaterial, das meiste besteht aus sehr dickem Karton. Die Figuren sind aus Kunststoff und sind super gemacht, mit sehr viel Details und komplett makellos. Das Spielmaterial zeige ich auf den Fotos

(-) bei Spielmaterial ist etwas nervig, dass die komplexen Elemente aus Karton nicht zusammenhalten und relativ einfach auseinanderfallen, wenn man sie aus der Schachtel rausholen oder wieder verstauen will. Es ist nicht dramatisch, man braucht vielleicht eine Minute länger bei dem Aufbau/Abbau

(+) das Spiel braucht zwar etwas Platz, aber nicht sehr viel! Es passt gerade so auf unseren Kaffe-Tisch (60cm x 90cm, siehe Fotos)


(+) erweiterbar - es gibt viele kleine Erweiterungen und Sets mit Figuren, die Sammelleidenschaft erwecken können (Achtung: Suchtpotential = kann teuer werden ;) )



KROSMASTER ARENA 2.0


Spielart
Spieler
Alter
Spieldauer
Strategie / Kämpfen
2 oder 4
Ab 12
45-60 Min.




Finale Bewertung










10












Komplexität









9













Taktik









9













Glück






6
















Interaktionen










10












Spielmaterial










10









Sonntag, 4. Dezember 2016

"Zoowaboo" ist ein gutes Spiel für Kinder ab 5 Jahren - durch die einfachen Regeln und kurzen Runden ist das Spiel bestens für die Kleinen geeignet und macht auch Erwachsenen Spaß. Uns gefällt dieses Spiel sehr, hier die Gründe:





(+) das Spielprinzip ist einfach zu verstehen und es geht um etwas "Greifbares", was Kinder sich leicht vorstellen können - man muss raten, ob alle ausgelosten Tiere auf ein Boot passen. Ein Spieler versucht dann die Tiere in das Boot zu packen, was etwas an Tetris erinnert.

(+) das Spiel fördert räumliches Denken und manuelle Manipulationsfähigkeiten. Das Kind muss sich überlegen, wie man welche Tiere am besten drehen soll, damit sie alle reinpassen. Die Tiere haben sehr unterschiedliche Formen und man kann sie auf verschiedene Weisen zusammenlegen


(+) die Altersangabe (5+) stimmt - mein Sohn ist 5 Jahre und 3 Monate alt und fängt erst an sich für die Spiele zu interessieren. Er hat das Spiel schnell verstanden und es macht ihm Spaß

(+) auch für ältere Spieler ist das Spiel gut geeignet. Allerdings sind ältere und damit schlauere Spieler im Vorteil.
TIPP: man kann den Schwierigkeitsgrad für unterschiedlich alte Spieler variieren, indem man den Älteren weniger Zeit für die Aufgabelösung gibt oder für die ganz Kleinen die Zeitbegrenzung komplett weglässt

(+) jedes Spiel ist etwas anders - es gibt 6 verschiedene Boote zur Auswahl und jedes mal sind auch die ausgelosten Tiere unterschiedlich. Man kann also nicht wirklich auswendig "lernen" welche Tiere für welches Boot passen, es gibt einfach zu viele Kombinationen. Es geht wirklich um das Abschätzen. Damit haben neue Spieler schnell genauso gute Chancen zu gewinnen



(+) schönes und überwiegend festes Spielmaterial: kleine süße Tierfiguren aus Holz, viel Material aus dickem Karton und eine Sanduhr. Nur Tierkarten, die man in jeder Runde neu mischt und auslost sind aus dünnerem Karton, man hantiert damit aber weniger herum und es ist in Ordnung, dass sie weicher sind. Alle "kritischen" Elemente, die oft benutzt werden sind sehr fest und werden in den Kinderhänden nicht so schnell kaputt gehen

(+) viele kurze Runden statt einem langen Spiel - solche Spiele sind für kleine Kinder am besten geeignet



ZOOWABOO

Spielart
Spieler
Alter
Spieldauer
Kinderspiel / Puzzeln
2-4
Ab 5
15-30 Min.

Finale Bewertung








8














Komplexität


2




















Räumliches Denken










10












Geschicklichkeit






6
















Interaktionen






6
















Spielmaterial









9













Samstag, 17. September 2016

Wir spielen das Spiel regelmäßig seit 2 Jahren (bestimmt schon 15 Mal) und es ist noch nicht langweilig geworden. Das Spiel ist sehr gut durchdacht, es hat meiner Meinung nach keine Schwachpunkte in der Logik und ist sehr ausgewogen. Wenn man Strategiespiele mag, in denen man geschickt Ressourcen in Siegpunkte verwandeln soll, wird man hier viel Spaß haben. Wir haben auch "Jäger und Späher" gespielt (ein anderes Spiel für 2 von dem gleichen Verlag) und obwohl wir es auch sehr mögen, ist dieses Spiel unser Favorit.

 
Prinzip kurzgefasst
Auf dem Tisch legt man erstmals 16 Karten als Rand - sie bleiben das ganze Spiel über da. In der Mitte legt man 12 Karten, die man später nutzt und durch andere Karten ersetzt.
In jeder Runde setzen die Spieler abwechselnd 3 eigene Männchen auf den Randkarten und damit ergibt sich:
* welche Aktionen man ausführen kann,
* welche Ressourcen man bekommt,
* welche Stammeskarten man kaufen kann.
Mit den Stammeskarten baut jeder Spieler für sich eine Auslage und jede Karte bringt ihm 1-3 Siegespunkte und oft interessante zusätzliche Vorteile. Am Ende zählt man natürlich die Siegespunkte, die man durch Stammeskarten bekommt und während des Spieles gesammelt hat.


Wieso mag ich das Spiel?

(+) relativ einfache Regeln, die man innerhalb von 20 Minuten mit der Anleitung verstehen kann und sich ziemlich gut merken kann. Wir spielen das Spiel alle 1-3 Monate und es reichen wenige Minuten um sich an alle Regeln explizit zu erinnern

(+) wenig Unklarheiten / Interpretationsbedarf , die Regeln sind sehr klar dargestellt. Das Einzige, was uns mal länger beschäftigt hatte war: "ist Gold auch eine Ware?". Antwort = nein.

(+) nur wenig glücksabhängig, dadurch, dass man in jeder Runde (meistens) 2-4 neue Karten auslegt und je nachdem wer gerade als erster dran ist, kann man sich besonders begehrte Karten (Gold) zuerst wegschnappen. Es gibt aber  fast keine "krassen" Karten, die einem riesige Vorteile bieten und dadurch hält sich auch der Vorteil und der Zufall in Grenzen.

(+) Interaktionen mit dem Gegenspieler bleiben auf einem angenehmen Niveau. Man kann dem Gegenspieler kaum direkt schaden. Durch das geschickte Besetzen von Randfeldern kann man aber teilweise verhindern, dass der Gegenspieler an interessante Karten kommt. Sonst gibt es so weit ich mich erinnern kann nur eine einzige "aggressive" Karte, mit der man dem anderen lediglich einen kleinen einmaligen Schaden anrichten kann (ein Männchen weniger in der nächsten Runde).

(+) die Wartezeiten halten sich in Grenzen, weil man nur auf eine Person warten muss. Am meisten nervt es am Anfang vom Zug, wenn jeder eigene Männchen positionieren soll. Da man es abwechselnd macht, muss man immer abwarten, was der Gegenspieler macht. Da man sich maximale Vorteile sichern möchte, überlegt man manchmal länger. Später bei der Ausführung der Aktionen ist es interessant zuzuschauen, was der andere macht, es geht auch ziemlich schnell. In den meisten Spielen sind die Wartezeiten länger als hier

(+) Spielzeit von ca. 60 Minuten

(+) das Spiel ist schnell auf- und abgebaut, das Spielmaterial ist ziemlich einfach und übersichtlich

(+) kleine Box, dadurch sehr einfach transportabel, wir nehmen es immer mit in den Urlaub

(+) schönes Spielmaterial


(+) absolut toller Preis, aktuell 15€!



TARGI

Spielart
Spieler
Alter
Spieldauer
Strategie / Aufbauspiel
2
Ab 12
Ca. 60 Min.

Finale Bewertung









9













Komplexität






6
















Taktik








8














Glück


2




















Interaktionen


2




















Spielmaterial






6











Wilkommen

Wir sind zwei Erwachsene, die sehr oft Brettspiele spielen und gerne neue Titel ausprobieren. Wir mögen vor allem anspruchsvolle Spiele, die man gut zu zweit spielen kann. Unser Nachwuchsspieler ist 6 Jahre alt und lässt sich langsam auch für Brettspiele begeistern.

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