Sonntag, 4. Dezember 2016

"Zoowaboo" ist ein gutes Spiel für Kinder ab 5 Jahren - durch die einfachen Regeln und kurzen Runden ist das Spiel bestens für die Kleinen geeignet und macht auch Erwachsenen Spaß. Uns gefällt dieses Spiel sehr, hier die Gründe:





(+) das Spielprinzip ist einfach zu verstehen und es geht um etwas "Greifbares", was Kinder sich leicht vorstellen können - man muss raten, ob alle ausgelosten Tiere auf ein Boot passen. Ein Spieler versucht dann die Tiere in das Boot zu packen, was etwas an Tetris erinnert.

(+) das Spiel fördert räumliches Denken und manuelle Manipulationsfähigkeiten. Das Kind muss sich überlegen, wie man welche Tiere am besten drehen soll, damit sie alle reinpassen. Die Tiere haben sehr unterschiedliche Formen und man kann sie auf verschiedene Weisen zusammenlegen


(+) die Altersangabe (5+) stimmt - mein Sohn ist 5 Jahre und 3 Monate alt und fängt erst an sich für die Spiele zu interessieren. Er hat das Spiel schnell verstanden und es macht ihm Spaß

(+) auch für ältere Spieler ist das Spiel gut geeignet. Allerdings sind ältere und damit schlauere Spieler im Vorteil.
TIPP: man kann den Schwierigkeitsgrad für unterschiedlich alte Spieler variieren, indem man den Älteren weniger Zeit für die Aufgabelösung gibt oder für die ganz Kleinen die Zeitbegrenzung komplett weglässt

(+) jedes Spiel ist etwas anders - es gibt 6 verschiedene Boote zur Auswahl und jedes mal sind auch die ausgelosten Tiere unterschiedlich. Man kann also nicht wirklich auswendig "lernen" welche Tiere für welches Boot passen, es gibt einfach zu viele Kombinationen. Es geht wirklich um das Abschätzen. Damit haben neue Spieler schnell genauso gute Chancen zu gewinnen



(+) schönes und überwiegend festes Spielmaterial: kleine süße Tierfiguren aus Holz, viel Material aus dickem Karton und eine Sanduhr. Nur Tierkarten, die man in jeder Runde neu mischt und auslost sind aus dünnerem Karton, man hantiert damit aber weniger herum und es ist in Ordnung, dass sie weicher sind. Alle "kritischen" Elemente, die oft benutzt werden sind sehr fest und werden in den Kinderhänden nicht so schnell kaputt gehen

(+) viele kurze Runden statt einem langen Spiel - solche Spiele sind für kleine Kinder am besten geeignet



ZOOWABOO

Spielart
Spieler
Alter
Spieldauer
Kinderspiel / Puzzeln
2-4
Ab 5
15-30 Min.

Finale Bewertung








8














Komplexität


2




















Räumliches Denken










10












Geschicklichkeit






6
















Interaktionen






6
















Spielmaterial









9













Samstag, 17. September 2016

Wir spielen das Spiel regelmäßig seit 2 Jahren (bestimmt schon 15 Mal) und es ist noch nicht langweilig geworden. Das Spiel ist sehr gut durchdacht, es hat meiner Meinung nach keine Schwachpunkte in der Logik und ist sehr ausgewogen. Wenn man Strategiespiele mag, in denen man geschickt Ressourcen in Siegpunkte verwandeln soll, wird man hier viel Spaß haben. Wir haben auch "Jäger und Späher" gespielt (ein anderes Spiel für 2 von dem gleichen Verlag) und obwohl wir es auch sehr mögen, ist dieses Spiel unser Favorit.

 
Prinzip kurzgefasst
Auf dem Tisch legt man erstmals 16 Karten als Rand - sie bleiben das ganze Spiel über da. In der Mitte legt man 12 Karten, die man später nutzt und durch andere Karten ersetzt.
In jeder Runde setzen die Spieler abwechselnd 3 eigene Männchen auf den Randkarten und damit ergibt sich:
* welche Aktionen man ausführen kann,
* welche Ressourcen man bekommt,
* welche Stammeskarten man kaufen kann.
Mit den Stammeskarten baut jeder Spieler für sich eine Auslage und jede Karte bringt ihm 1-3 Siegespunkte und oft interessante zusätzliche Vorteile. Am Ende zählt man natürlich die Siegespunkte, die man durch Stammeskarten bekommt und während des Spieles gesammelt hat.


Wieso mag ich das Spiel?

(+) relativ einfache Regeln, die man innerhalb von 20 Minuten mit der Anleitung verstehen kann und sich ziemlich gut merken kann. Wir spielen das Spiel alle 1-3 Monate und es reichen wenige Minuten um sich an alle Regeln explizit zu erinnern

(+) wenig Unklarheiten / Interpretationsbedarf , die Regeln sind sehr klar dargestellt. Das Einzige, was uns mal länger beschäftigt hatte war: "ist Gold auch eine Ware?". Antwort = nein.

(+) nur wenig glücksabhängig, dadurch, dass man in jeder Runde (meistens) 2-4 neue Karten auslegt und je nachdem wer gerade als erster dran ist, kann man sich besonders begehrte Karten (Gold) zuerst wegschnappen. Es gibt aber  fast keine "krassen" Karten, die einem riesige Vorteile bieten und dadurch hält sich auch der Vorteil und der Zufall in Grenzen.

(+) Interaktionen mit dem Gegenspieler bleiben auf einem angenehmen Niveau. Man kann dem Gegenspieler kaum direkt schaden. Durch das geschickte Besetzen von Randfeldern kann man aber teilweise verhindern, dass der Gegenspieler an interessante Karten kommt. Sonst gibt es so weit ich mich erinnern kann nur eine einzige "aggressive" Karte, mit der man dem anderen lediglich einen kleinen einmaligen Schaden anrichten kann (ein Männchen weniger in der nächsten Runde).

(+) die Wartezeiten halten sich in Grenzen, weil man nur auf eine Person warten muss. Am meisten nervt es am Anfang vom Zug, wenn jeder eigene Männchen positionieren soll. Da man es abwechselnd macht, muss man immer abwarten, was der Gegenspieler macht. Da man sich maximale Vorteile sichern möchte, überlegt man manchmal länger. Später bei der Ausführung der Aktionen ist es interessant zuzuschauen, was der andere macht, es geht auch ziemlich schnell. In den meisten Spielen sind die Wartezeiten länger als hier

(+) Spielzeit von ca. 60 Minuten

(+) das Spiel ist schnell auf- und abgebaut, das Spielmaterial ist ziemlich einfach und übersichtlich

(+) kleine Box, dadurch sehr einfach transportabel, wir nehmen es immer mit in den Urlaub

(+) schönes Spielmaterial


(+) absolut toller Preis, aktuell 15€!



TARGI

Spielart
Spieler
Alter
Spieldauer
Strategie / Aufbauspiel
2
Ab 12
Ca. 60 Min.

Finale Bewertung









9













Komplexität






6
















Taktik








8














Glück


2




















Interaktionen


2




















Spielmaterial






6











Freitag, 5. August 2016


Sehr oft spielen wir nur zu zweit und viele Spiele sind dann etwas weniger spannend. Nach "Targi" haben wir das nächste Spiel gekauft, das für zwei Spieler entwickelt worden ist und es gefällt uns, aber etwas weniger als "Targi".






Spielprinzip ganz grob zusammengefasst
Das Ziel - 20 Punkte schneller als der Spielgegner zu sammeln. Die Punkte sammelt man auf zwei Weisen:

1) verfügbare Rohstoffe sammeln um diese in Gegenstände zu verwandeln, die wiederum Vorteile oder Punkte bringen.
2) bei der Abrechnung am Ende der eigener Spielrunde. Die eigene Spielrunde endet, wenn man die Karten, die man auf der Hand hatte ausgespielt hat. Wenn man dann bestimmte Kriterien erfüllt (mehre Stammesmitglieder als Hungerplättchen), bekommt man die Punkte.




Komplexität
Das Spiel ist komplex. Es gibt viele Regeln, die man beachten muss, viele unterschiedliche Aktionskarten, mehrere Wege Punkte zu bekommen. Dadurch ergeben sich sowohl Vor- als auch Nachteile:

(+) sehr viele mögliche Strategien, die man sich ausdenken und verfolgen kann - man kann in der Strategieentwicklung kreativ sein
(-) lange Einarbeitung und Wiedereinarbeitung. Beim ersten Spiel braucht man ca. 20 Minuten und wenn man es 2 Monate nicht gespielt hatte wieder 10 Minuten um sich an alle Regeln zu erinnern
(-) je nachdem wie ernst man das Spiel nimmt, kann es zu längeren Bedenkpausen kommen, in denen man auf den Gegenspieler warten muss

Zur Komplexität muss ich noch einen Punkt erwähnen:
(+/-) es gibt drei Varianten vom Spiel, davon ist eine für Anfänger gedacht. Sie ist aber trotzdem relativ kompliziert...


Interaktionen

Es gibt relativ viel Interaktion zwischen den beiden Spielern.

Das Meiste dreht sich um die Ressourcen. Sie sind limitiert und werden im Laufe vom Spiel aufgebraucht und wieder erneuert. Es kommt also oft dazu, dass der Gegenspieler sich eine gewünschte Ressource schneller schnappt. Außerdem gibt es einige Aktionskarten, mit denen man einige Ressourcen vernichten kann. Wenn man die Strategie vom Gegenspieler richtig erkennt, kann man ihm auf diese Weise seine Pläne durchkreuzen. Es passiert uns relativ oft, wenn wir spielen und kann manchmal etwas frustrierend sein.





Glücksfaktor

Ich persönlich finde den Glücksfaktor ziemlich hoch. Wie schon geschrieben, bekommt man Punkte u.a. durch das Erzeugen von Gegenständen. Welche Gegenstände man erzeugen kann, hängt davon ab, welche Karten man blind zieht. Wenn man Pech hat, darf man nur Gegenstände erzeugen, für die nicht genug Ressourcen gerade zur Verfügung stehen. Man kann zwar neue Karten mit Ressourcen aufdecken, aber hier ist wieder Glück im Spiel - wenn man Pech hat, sind die gewünschten Ressourcen immer noch nicht im Spiel. Zwar kann man dann etwas andere Strategien verfolgen oder versuchen die Gegenstande auszutauschen, es kostet aber Zeit bzw. Runden. Wenn der Spielgegner gerade Glück mit den gezogenen Karten hatte, ist sein Vorteil groß. Und das ist für mich der größte Nachteil vom Spiel.


Fazit

Insgesamt ein gutes Spiel für zwei Spieler, die komplexe Spiele mögen, in denen man auf unterschiedlichen Wegen zum Ziel kommen kann und sich während des Spielens oft in die Quere kommt. Der Glücksfaktor in dem Spiel ist meiner Meinung nach ziemlich hoch, was neben der ziemlich langen Einarbeitungszeit den größten Nachteil vom Spiel darstellt.



JÄGER UND SPÄHER

Spielart
Spieler
Alter
Spieldauer
Strategie / Aufbauspiel
2
Ab 12
60-80 Min.


Finale Bewertung







7













Komplexität







7













Taktik








8












Glück






6














Interaktionen





5















Spielmaterial






6










Wilkommen

Wir sind zwei Erwachsene, die sehr oft Brettspiele spielen und gerne neue Titel ausprobieren. Wir mögen vor allem anspruchsvolle Spiele, die man gut zu zweit spielen kann. Unser Nachwuchsspieler ist 6 Jahre alt und lässt sich langsam auch für Brettspiele begeistern.

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